Sikadur®-32 Fix

BAUMATERIALIEN

Zweikomponentiger struktureller Epoxidklebstoff zum Verkleben von frischem Beton mit ausgehärtetem Beton und zur Herstellung von Hochleistungs-Haftbrücken.

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Beschreibung

Strukturelle Verbindungsbrücke zwischen altem und neuem Beton

Sikadur®-32 Fix ist ein lösungsmittelfreier, mit Polysulfiden verstärkter Zweikomponenten-Strukturklebstoff auf Epoxidharzbasis, der speziell entwickelt wurde, um eine hochleistungsfähige Verbindung zwischen ausgehärtetem und frischem Beton herzustellen. Er wird bei Betonfugen, Erweiterungen, Reparaturen und Arbeiten eingesetzt, bei denen der neue Beton fest mit dem bestehenden Untergrund verbunden werden muss.

Er darf nicht mit einer herkömmlichen Grundierung verwechselt werden. Sikadur®-32 Fix ist als strukturelles Klebstoffprodukt gemäß UNE-EN 1504-4 klassifiziert und kann bei Verstärkungsarbeiten gemäß Prinzip 4, Methode 4.4 der UNE-EN 1504-9 eingesetzt werden, die der Erhöhung der Tragfähigkeit durch die Verklebung von Frischbeton auf ausgehärtetem Beton dienen.

Es dient außerdem als Haftbrücke für Epoxidharzmörtel auf glatten Untergründen aus Beton oder Mörtel.

Haftung auf verschiedenen Materialien

Neben Beton und zementären Mörteln weist Sika eine hohe Haftung auf Untergründen wie den folgenden nach:

Stein;

Ziegel;

Faserzement;

Stahl und andere Metalle;

Glas;

sowie bestimmte Kunststoffe.

Die Formulierung härtet ohne Schrumpfung aus, ist undurchlässig für Flüssigkeiten und Wasserdampf und kann auf feuchten Oberflächen verarbeitet werden, sofern kein stehendes Wasser vorhanden ist.

Diese Feuchtigkeitstoleranz erweist sich besonders bei Betonreparaturen als praktisch, bei denen es schwierig ist, einen vollständig trockenen Untergrund zu erzielen.

Mechanische Eigenschaften

Das spanische technische Datenblatt gibt hohe charakteristische Werte an

Druckfestigkeit
ca. 57,7 MPa.
Drucksprengmodul
ca. 2,1 GPa.
Zugfestigkeit
ca. 3,4 MPa, mit kohäsivem Bruch des Betons.

Scherfestigkeit zwischen ausgehärtetem und ausgehärtetem Beton: ca. 13,8 MPa.

Scherfestigkeit zwischen ausgehärtetem und frischem Beton: ca. 13,6 MPa.

Glasübergangstemperatur
ca. 66,7 °C.

Diese Daten erklären, warum das Produkt als strukturelle Verbindung und nicht lediglich als Montageklebstoff verwendet wird.

Vorbereitung des Untergrunds

  • Der Zustand der Oberfläche ist entscheidend. Der Beton muss tragfähig, fest und frei von folgenden Verunreinigungen sein:
  • Staub;
  • Öle und Fette;
  • Oberflächenzementschlämme;
  • lose oder schlecht haftende Teile;
  • Farbreste und andere Produkte;
  • Verunreinigungen aus anderen Arbeiten.

Sika empfiehlt, den Untergrund vorzugsweise durch mechanische Verfahren wie Meißeln, Kugelstrahlen, Fräsen, Sandstrahlen oder Stahlbürsten vorzubereiten, bis ein tragfähiger und ausreichend rauer Untergrund erreicht ist.

Anschließend muss der Staub sorgfältig entfernt werden, beispielsweise mit sauberer, wasser- und ölfreier Druckluft.

Mischen der beiden Komponenten

Das Produkt wird in vordosierten Chargen geliefert.

Das Mischungsverhältnis lautet

Komponente A
58 Teile.
Komponente B
42 Teile.

Beide Komponenten werden mindestens 3 Minuten lang mit einem elektrischen Rührgerät bei niedriger Drehzahl (maximal ca. 300 U/min) vermischt, bis eine vollkommen gleichmäßige Konsistenz und Farbe erreicht ist.

Anschließend empfiehlt Sika, die Mischung in einen sauberen Behälter umzufüllen und etwa 1 Minute lang erneut zu vermischen. Dieses Verfahren hilft, schlecht vermischte Stellen an den Wänden oder am Boden des Behälters zu vermeiden und reduziert die unnötige Einarbeitung von Luft.

Es sollte nur die Menge angerührt werden, die innerhalb der Verarbeitungszeit der Mischung verbraucht werden kann.

Auftragung

Die Mischung kann aufgetragen werden mit

Pinsel;

Rolle;

Gummispachtel;

oder einem anderen, für die Oberfläche geeigneten System.

Es ist wichtig, den Untergrund vollständig zu imprägnieren, insbesondere bei der Verarbeitung auf feuchtem Beton.

Nach dem Auftragen von Sikadur®-32 Fix muss der Frischbeton innerhalb des von Sika festgelegten Haftzeitraums eingebracht werden. Bei 20 °C beträgt die Verarbeitungszeit der Mischung ca. 45 Minuten, während die angegebene Frist für das Einbringen des neuen Betons bis zu 6 Stunden beträgt, abhängig von den tatsächlichen Baustellenbedingungen.

Anwendungsbedingungen

Umgebungstemperatur
+10 bis +35 °C.
Temperatur des Untergrunds
+10 bis +30 °C.

Der Untergrund darf feucht, aber nicht durchnässt sein.

Richtwert für die vollständige Aushärtung
7 Tage.

Die Temperatur hat direkten Einfluss auf die Viskosität und die Verarbeitungszeit der Mischung: Bei hohen Temperaturen verkürzt sich die verfügbare Zeit.

Verbrauch

Der Richtwert für den Verbrauch liegt bei ca.

0,300–0,500 kg/m².

Die tatsächliche Menge hängt hauptsächlich von der Rauheit, Porosität und Temperatur des Untergrunds ab. Eine sehr unebene Betonoberfläche benötigt mehr Produkt, um ordnungsgemäß imprägniert zu werden, als ein gleichmäßiger Untergrund.

Vertikale Anwendungen

Bei Arbeiten an senkrechten oder stark geneigten Flächen, bei denen eine erhöhte Standfestigkeit erforderlich ist, empfiehlt Sika die Zugabe von bis zu ca. 3 Gewichtsprozent Aerosil 200.

Diese Modifikation muss gemäß der technischen Dokumentation des Herstellers und nur dann vorgenommen werden, wenn die Anwendungsbedingungen dies erfordern.

Reinigung der Werkzeuge

Das frische Material muss unverzüglich mit Sika® Colma Reiniger von den Werkzeugen entfernt werden. Sobald das Epoxidharz ausgehärtet ist, kann es nur noch mechanisch entfernt werden.

Verpackungsgrößen

Vordosierte Packung à 1 kg.

Vordosierte Packung à 4 kg.

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